Ein Sack voll Gold

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Titel: „Ein Sack voll Gold“
Jahr: 2019
Maße: 90 cm x 90 cm
Material: div. Stoffe, vor allem Sackleinen und Brokat aus Indien, Stickgarne, Perlen
Technik: frei

Das ist mein Beitrag zum Wettbewerb „Sackleinen“ beim Prag Patchwork Meeting 2019. Mich faszinierten das Wechselspiel und der Kontrast zwischen dem groben Sackleinen einerseits und dem Gold andererseits. Die Säcke stammten aus Indien, da war der Weg zu weiteren Materialien aus dem Land nicht weit.

Nach der Veranstaltung in Prag durfte mein Quilt zusammen mit den anderen Arbeiten noch weiter durch Tschechien reisen. Danke dafür an Jana Štěrbová, Organisatorin des PPM.

 

 

Reste im Quadrat

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Titel: „Reste im Quadrat“
Jahr: 2018/19
Maße: ca. 160 cm x 120 cm
Material: div. Quilt- und andere Baumwollstoffe, Vlies, Stickgarne, Etikett, Namensetikett
Technik: Japanische Falttechnik, freie Stickerei

Da war lange Zeit meine „unterwegs“-Alternative zu den allseits bekannten Hexies: Quadrate, von Hand genäht, geleichzeitig gequiltet und anschließend bestickt, je nach Lust und Laune, je nach Zeit und Wunsch. In einem passenden Kurs lernen und üben die Teilnehmer die Grundstiche beim Sticken, die Herstellung der kleinen fertig gequilteten und bestickten Blöcke, ihre farbliche Zusammenstellung sowie die kreative Gestaltung des Randes mit freien Stickstichen, die auch auf jedem anderen Quilt Verwendung finden können.

 

 

Himmlische Heerscharen

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Titel: Himmlische Heerscharen
Jahr: ca. 2013 bis 2018
Maße: 225 cm hoch, 170 cm breit
Material: – verschiedenste Stücke ungebleichtes Leinen in Leinwand- und Aida-Bindung, teilweise bedruckt oder mit gebleichten Fäden verwebt
– Niedieck Brillant Samt, rot, ungefähr 1960
– Vierfachgarn in verschiedenen Stärken und Farben
– 80 alte Perlmuttknöpfe
Technik: Kreuzstich

 

Fotos Jens Olbrich, Foto Kosfeld, Dortmund

Es begann mal wieder – wie meistens bei Quiltern – mit einem Rest. Diesmal war es aber kein Patchworkstoff, sondern ein Stück ungebleichtes Leinen, das laut danach rief, bestickt zu werden. Als nächstes fiel mir irgendwo der Nachdruck eines alten französischen Kreuzstich-Musterbüchleins mit Putten in die Hände. Damit wusste ich auch nicht so recht etwas anzufangen. Der folgende Fund war eine Wundertüte voller Reste von altem Vierfachgarn in verschiedenen hellen Farben und diversen Stärken. Schließlich fand ich auf dem Flohmarkt einige Meter roten Niedieck Brillantsamt von ungefähr 1960, den ich unmöglich liegen lassen konnte. Bei einem Kaffee schloss sich der Kreis und die Idee wurde geboren: ein Quilt, die Putten mit Vierfachgarn auf Leinen gestickt, im Wechsel mit dem Samt zusammengefügt.

Wie meistens brauchen solche Projekte bei mir „etwas“ länger: Es waren rund vier Jahre, bis nach und nach 58 Putten auf 43 Blöcke gestickt waren. In dem Musterbuch haben die Putten jeweils sozusagen eine „Zutat“, ein Musikinstrument, ein Tier, eine Blume, irgendetwas. Dieses Teil habe ich in Rot passend zum Samt gestickt. Das Stickgarn für die Engel selbst wurde farbig und in der Stärke dem jeweiligen Stück Leinen angepasst.

Ein Quilt benötigt aber nicht nur einen Innenteil, sondern auch einen ansprechenden Rand. Davon war in dem Büchlein aber lediglich ein Stück Ranke gegeben. Der Rest entstand durch Spiegeln, Ansetzen und Vervielfältigen des ursprünglichen Bordürenstücks. Nach einem weiteren halben Jahr waren dann auch die vier Randstreifen fertig gestickt.

Dann ging es an’s Quilten. Über eine Stickerei kann man nicht quilten und über Samt auch nicht. Also haben es 80 teilweise alte Perlmuttknöpfe gerichtet, angenäht mit dem roten Garn. Statt eines glatten Bindings gefiel mir zu dem Samt ein üppig gerüschter Rand erheblich besser. Und dann, Ende Oktober 2018, waren die „Himmlischen Heerscharen“ endlich fertig, pünktlich zu ihrem Auftritt in der Ausstellung „Engel – geflügelte Boten“ vom 4.11. – 2.12.2018 im Museum Stickerei, Spitze & Co in Ennigerloh.

Museum Stickerei, Spitze & Co

Frau Monika Schmillenkamp betreibt mit tatkräftiger Unterstützung ihres Mannes ein privates, recht kleines, aber überaus feines Museum im Kulturzentrum „Alte Brennerei Ennigerloh“. Darüber hinaus ist sie eine der versiertesten Handarbeiterinnen, die ich in den letzten Jahren kennen lernen durfte und sie freut sich über jeden Besuch.

Adresse:              Alte Brennerei Ennigerloh, Liebfrauenstraße 6, 59320 Ennigerloh
Öffnungszeiten:   1. Sonntag im Monat, 14 – 18 Uhr
und nach telefonischer Absprache unter Tel. 02524/5398
HP:                      www.stickereischaetze.de

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Der Kuss der Spinnenfrau

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Titel: „Der Kuss der Spinnenfrau“
Jahr: 2019
Maße: 43 cm hoch x 55 cm breit
Material: 26 Garne/Farben, Stofffarbe auf Baumwolle
Technik: Malerei in Aquarelltechnik, diverse Stickstiche, teilweise frei

Die Spinne „umgarnt“ und fängt ihre Beute in ihrem Netz aus klebrigen Fäden, die dem Opfer schließlich den Tod bringen. Der flüchtige, wie hingehauchte, gestickte „Kuss der Spinnenfrau“ verlockt hingegen zum Akt und damit zur Schaffung neuen Lebens.

Diese Stickerei war mein Beitrag zur jurierten Ausstellung „ROT“, dem Internationalen Kunstwettbewerb des Studio Silke Bosbach. Die Arbeit wurde im Oktober 2019 in der Besteckfabrik Fleckenberg in Schmallenberg im Sauerland gezeigt und fand vor allem beim Publikum großes Interesse.

 

Albrecht’s Rhino

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Titel: „Albrecht’s Rhino“
Jahr: 2019
Maße: 40 cm hoch x 45 cm breit
Material: Knopflochseide auf Seidenlamé
Technik: diverse Stickstiche, teilweise frei

Albrecht Dürer schuf 1515 einen Holzschnitt, der mich zu dieser Arbeit herausforderte. Mir fiel bei der Betrachtung sofort auf, dass Elemente aus diesem Holzschnitt deutlich Stickstichen ähneln. Das sind Stiche, von denen man weiß, dass sie damals bereits in Gebrauch waren und die heute noch benutzt werden.

Gestickt habe ich mit Seidengarn auf Seiden-Moiré, einem Material, das eine Oberfläche wie eine Holz­maserung hat und damit an den Holzschnitt erinnert.

Catwalk

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Titel: „Catwalk“
Jahr: 2018
Maße: 52 cm hoch x 30 cm breit
Material: Vierfachgarn, Tüll und Perlen auf Leinen
Technik: Stickerei, Applikation

Noch ein Stück aus der Welt der Mode und der Weiblichkeit: ein Ballkleid, dynamisch vorgeführt auf dem Catwalk…

Bitte SCHWARZ sehen!

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Titel: „Bitte SCHWARZ sehen!“
Jahr: 2019
Maße: 32 cm hoch x 57 cm breit
Material: 20 verschiedenste Garne auf Leinen
Technik: Spaltstich, Malerei

Diverse verschiedenste Garne formen mit einer optischen Illusion den Schriftzug „SCHWARZ“. Das ist nicht nur der Titel des Bildes, sondern war gleichzeitig auch der Titel der gesamten Ausstellung bei der Nadelwelt 2019 in Karlsruhe.

Und er ist auch eine Inhaltsangabe: verschiedenste Materialien, alle erdenklichen Garne und Stiche, alles in Schwarz und alles und immer handgestickt.

Charakterköpfe

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Titel: „Charakterköpfe“
Jahr: 2019
Maße: 21 cm hoch x 48 cm breit
Material: Nähgarn, Holzknöpfe auf Jacquardleinen
Technik: diverse Stickstiche, teilweise frei

Wenn Obstbäume geschnitten werden, kann man die Äste entsorgen oder daraus z. B. Knöpfe schnitzen. Das erledigt Hermann Voegele für mich. Ich sehe darin Gesichter und setze sie entsprechend in Szene…

Falls Sie auch einen solchen „Charakterk(n)opf“ erwerben möchten, schauen Sie mal unter Gartenliebe Voegele nach. Viel Spaß beim Aussuchen…

Daumen drauf!

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Titel: „Daumen drauf!“
Jahr: 2019
Maße: 45 cm hoch x 34 cm breit
Material: Vierfachgarn und Malerei auf Leinen
Technik: Plattstich, Malerei, teilweise ausgewaschen

Ein Daumenabdruck mit seinem Schatten in Blau wie der „Blaue Planet“, unsere Erde. Sie zu beschützen und zu bewahren, also den Daumen drauf zu halten, das ist unsere Aufgabe.

Die Interpretation weiterer Schatten in schwarz unten und in braun oben überlasse ich dem Zuschauer.

 

Etikettenschwindel

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Titel: „Etikettenschwindel“
Jahr: 2019
Maße: 35 cm hoch x 55 cm breit
Material: Collage von Waschetiketten, Tüllapplikation, Kunstseide
Technik: diverse Stickstiche

Die Etikette, das sind Benimm„vorschriften“ aus dem Barock, genauer gesagt, vom prunkvollen Hof von Ludwig XIV. Das Hofzeremoniell war sehr komplex. Kein Mensch konnte das alles im Kopf behalten. Also schrieb man es auf kleine Zettel, heute würde man sagen „Spickzettel“, die in der Hosentasche Platz fanden.

 

Davon übrig geblieben sind unsere heutigen Wasch„vorschriften“ aus Stoff oder Inhaltsangaben auf Etiketten aus Papier. Und wenn dann mal nicht das in der Verpackung drin ist, was außen drauf steht, dann haben wir einen Etiketten­schwindel…

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